
GRUNDSÄTZE
ERÖFFNUNG:
12. MÄrz 2026, 13 Uhr, Johanna Dohnal Platz, 6. Bezirk, Wien
Spuren einer Vordenkerin –
Johanna Dohnal in Augmented Reality
Oder: Aus taktischen Gründen leise zu treten,
hat sich noch immer als Fehler erwiesen
Einladungskarte
Link zum Projekt / Tricky Women

Eine feministische Augmented Reality-Intervention im öffentlichen Raum anlässlich 25 Jahre Animationsfilmfestival Tricky Women Tricky Realities
Beteiligte Künstlerinnen: Eni Brandner, Kris Hofmann, Susi Jirkuff, Nayeun Park, Veronika Schubert und Anna Vasof
Für den Projektbeitrag GRUNDSÄTZE dient Veronika Schuberts Zeitungsüberschriften-Archiv als Basis. Die Sätze kreisen um die Themenbereiche Feminismus, Rollenbilder und gesellschaftliche Position von Frauen. Zeitungsüberschriften, die aus der Ich-Perspektive formuliert sind, werden als digitale Denkmäler genützt.
Die Installation lädt zur Reflexion über Gleichberechtigung ein und verdeutlicht, wie Medien Wahrnehmung prägen.
3D Support: Oktogon / Sebastian Konzett
Ein Projekt von Tricky Women Tricky Realities (Culture2Culture) in Kooperation mit Systemkunst KG / Artificial Museum, der Bezirksvorstehung Mariahilf, dem Johanna Dohnal Archiv, der AHS Rahlgasse und dem Top-Kino.
Ermöglicht von KÖR | Kunst im öffentlichen Raum Wien und mit Unterstützung des Zukunftsfonds der Republik Österreich.



SATZBAU
Ende 2025 wurde ein neuer Gebäudekomplex an der FH Vorarlberg in Dornbirn eröffnet. Den Kunst-und-Bau-Wettbewerb des Landes Vorarlberg gewannen die drei Projekte von Mathias Garnitschnig, Bernhard Garnicnig und Veronika Schubert.
26 Zeitungsüberschriften wurden in der exakten Typografie des jeweiligen Ursprungsmediums über das gesamte Campusgelände verteilt auf unterschiedliche Weise in die Architektur integriert: in eine Stahlwand eingelassen oder in Betonstufen gegossen, gemalt und geklebt – subtil oder großflächig.
Es entstanden zudem eine Postkartenserie (26 Motive, gebündelt), sowie Plakate (59,4 x 84,1 cm). Bitte um kurze Rückmeldung bei Interesse.
Grundlage ist ein über viele Jahre hinweg sorgfältig aufgebautes Archiv aus mittlerweile mehr als 6000 Zeitungsüberschriften.

Aus diesem Fundus wurden 26 Fragen ausgewählt, die es nun auf dem Campus der Fachhochschule Vorarlberg zu entdecken gilt. Passend zum Bildungskontext kreist die Arbeit um die Themen Lernen, Neugier und Reflexion. Sie lädt dazu ein, eingefahrene Denkmuster zu hinterfragen, kritisch zu sein und neue Perspektiven einzunehmen.
























BESONDERER DANK AN
Kulturabteilung Land Vorarlberg
Susanne Fink
Fachhochschule Vorarlberg
Heidrun Schöch
Andreas Naujokat
Cukrowicz Nachbaur Architekten
Philipp Schertler
Roland Gmeinder
Assistenz:
Tina Rhomberg
Pascale Osterwalder
Malerarbeiten:
M3 Malermeister, Lustenau
Betonstufen:
Bauunternehmen Moosbrugger GmbH, Lauterach
Ammann Bau Fertigteilwerk, Nenzing
Stahlarbeiten:
edel-stahl Büchele GmbH&Co KG
Folienschrift:
Visuform, Dornbirn
(öffentlich zugänglich zu den Öffnungszeiten der FH ab 8.11.2025)

DIE FRAGE ALLER FRAGEN
Fr., 19. Juli, 19 Uhr
Hofkultur Lustenau
Gutshof Heidensand, Schmitterstraße 4a, Lustenau
Vernissage und Filmscreening


Rohstoff, Material, Medium und Ausdruck zugleich, ist die Sprache das große und allgegenwärtige Thema von Veronika Schubert. Auf dieser Basis umfasst das Schaffen der Vorarlberger Künstlerin Fotografien, Collagen und Textarbeiten sowie ihre aufwendig produzierten, auf Filmfestivals mehrfach ausgezeichnete Trick- und Animationsfilme. Auch in ihrer künstlerischen Intervention für das Hofkultur-Festival geht es nur um das eine, um Sprache, wenn Veronika Schubert die Fassade des roten Stadels vom Gutshof Heidensand als Kommunikations- und Interventionsfläche bespielt.






„Die Frage aller Fragen“, so der Titel der Arbeit, versammelt vier auf Rahmen gespannte, hinterleuchtete Wandcollagen aus Zeitungsüberschriften als Folienprints verschiedener Größe. Die Aufmacher stammen aus dem überreichen, in mehr als 20 Jahren zusammengetragenen Archiv der Künstlerin als Sammlung von abertausenden Sätzen und Überschriften aus Zeitungen und Magazinen. Veronika Schubert bedient sich aus der Fülle des Vorhandenen, plündert wunderbares Altpapier um das darin gefundene found footage thematisch zu ordnen, fein säuberlich physisch in Ordnern abzulegen und/oder zu digitalisieren.
Fragen reizen Veronika Schubert als zentrales Element in der Kommunikation, aber auch aufgrund des formalen Aspekts, weil eine Vielzahl von Sätzen mit derselben Formulierung beginnt. Bei der Wandgestaltung fürs Hofkultur- Festival kommt die Künstlerin mit der Leidenschaft für Worte, Sätze und Sprachsport indes fast gänzlich ohne Fragezeichen aus. Vielmehr sinniert sie über das Fragestellen. Lediglich die Bodenarbeit mit Kreidespray auf dem Zufahrtsweg wagt es ganz direkt zu fragen: „Fragen Sie sich das auch?“

AUFMACHER
vorarlberg museum, Bregenz
Installation / Schriftgestaltung auf der Fassade des vorarlberg museums:
Ausstellungsdauer: 6. Mai 2023 bis 29. Oktober 2023
weitere Informationen: Link zum voralberg museum



Quellen:
Ich bin eine Idee (Die Zeit/Abitur, Nr. 44, Okt. 2019)
Das bin ja ich (Falter, 17.01.2018)
“Ich bin ein seltsames Wesen” (Die Zeit, 9.05.2019)
Ich bin unsichtbar (Emma, Mai/Juni 2020)
“Ich bin nur das Interface” (Der Standard, 16.03.2012)
Ich bin, was du willst (Das Magazin (Tages-Anzeiger), 09.02.2022)
“Ich bin eine Leuchtreklame” (Die Zeit, 24.9.2020)
Ich bin wie du. (Emma, Juli/August 2016)
“Ich möchte natürlich auch gefallen, aber halt mit allen Ecken und Kanten” (Kultur, Mai 2022)
Wir sind die Zwischenräume (Die Zeit / Literatur, 09.10.2003)
“Ich muss nicht wohin, ich bin schon da” (Die Zeit, Nr. 41/2019, Buchtitel von Gerhard Polt)
Ich bin da. Mein Herz schlägt. (Emma, Jänner/Februar 2019)
Ich bin jetzt an dem Ort, an den ich längst gehörte (Die Zeit, 15.01.2004)
“Die Sprache ist die Heimat” (Der Standard, 16.01.2010)
“… und ich bin einfach geblieben” (Der Standard, 30.04.2011)
“Hier endet die Fremde” (Kultur, Mai 2022)

Die Kunst, …
Wandgestaltung (2,7 x 2,7m), Zeitungsüberschriften-Collage, Klebefolie,
Quartier 21 / MQ MuseumsQuartier, Wien, 2022


Die Kunst, weiterzumachen
– Die Zeit, 16.12.2021
Die Kunst, genau hinzuschauen
– NZZ am Sonntag, 27.6.2021
Die Kunst, an sich zu glauben
– Besser Stadt Leben, Ausgabe 3/2021
Die Kunst, sich das Leben schwer zu machen
– Der Standard, 10.3.2021
Die Kunst, seine Talente zu (er)kennen
– bz Wieden, 24.2.2021
Die Kunst, sich selbst ein Rätsel zu bleiben
– Die Zeit, 5.11.2020
Über die Kunst, ein Organigramm zu dramatisieren
– Falter, 28.10.2020
Die Kunst, nicht da zu sein, wird immer mehr zum Privileg.
– Tages-Anzeiger, 3.2.2018
Die Kunst, gar nichts ernst zu nehmen
– Das Magazin (Tages-Anzeiger), 6.2.2016
Die Kunst, sich lächerlich zu machen
– Das Magazin (Tages-Anzeiger), 15.9.2012
Die Kunst, im Trocknen zu fischen
– Die Zeit, 19.4.2012
Die Kunst, einen Schinken zu schneiden
– Tages-Anzeiger, 8.10.2011
Von der Kunst, sich treu zu bleiben
– Die Zeit 24.5.2006
Veronika Schubert / Feldkircher Lyrikpreis
Plakate- und Postkartenserie, 2022
Theater am Saumarkt, Feldkirch

Zum Jubiläum des Feldkircher Lyrikpreis erarbeitet Veronika Schubert ein ganz spezielles Kunstprojekt aus, das im Rahmen des “feldkircher lyrikpreis festivals 2022” im Saumarkt Foyer zu sehen sein wird: Die Künstlerin wählt aus 20 Preisträger:innen-Gedichten einen markanten Satz und collagiert ihn auf einem Plakat. So entstehen 20 Plakate die über die Saumarkt Wände verteilt werden. Dazu bieten Postkartensteher für das interessierte Festivalpublikum Gedichte zum Mitnehmen.
https://www.saumarkt.at
Lyrik im Literaturbahnhof Feldkirch
bis März 2024







https://feldkircherlyrikpreis.at/veronikaschubert
KUNST COLLAGEN



























gerahmte Collagen aus je 5 Original-Zeitungsüberschriften, 2021
Innenmaß: 20x20cm
Außenmaß Rahmen: 22,5cm x 22,5cm
Pro Stück 400€


Flaschenpost , 2021
Glasfläschchen (Unikate) mit Korkveschluß, gefüllt mit jeweils einer Original-Zeitungsüberschrift Höhe: ca. 5cm, Durchmesser ca. 2cm



newspaper headline, 2004
Architekturforum Oberösterreich (afo), Linz, Austria
(photo/postcard: © Gregor Graf/afo)

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Fluc, Vienna, 2010




