Trick-Nacht

4. Juli 2026
18 Uhr
Café Derwisch, Wien

kuratiert von Mariela Schöffmann

Bild für bild

ASIFA Austria von 1985 bis heute
Ausstellung, Künstlerhaus, Factory
10. – 26.7.2026

Eröffnung 9.7.2026

Zum 40jährigen Gründungsjubiläum von ASIFA Austria wurde die Idee einer umfassenden Ausstellung in der Factory des Künstlerhauses geboren. Die Ausstellung stellt Animationskunst als verbindenden Faktor der einzelnen Werke in den Mittelpunkt. So zeigen sich facettenreich künstlerische Ausdrucksmöglichkeiten, die erst durch die Kombination der Kulturtechnik Animation mit bildender Kunst entstehen können.

Die Gründung der Künstler*innenvereinigung ASIFA Austria als autonome österreichische Sektion der internationalen Animationsfilmorganisation ASIFA (Association internationale du Film d’Animation), erfolgte 1985 im Umfeld des von Maria Lassnig begründeten und bis heute bestehenden Studios für experimentellen Animationsfilm an der Universität für angewandte Kunst Wien.

Maria Lassnig hatte bereits in den 1970er Jahren in New York sehr persönliche, künstlerische Animationsfilme hergestellt und ermöglichte nach ihrer Berufung als Professorin der Meisterklasse für experimentelles Gestalten ihren Studierenden ebenfalls die Erweiterung der Malerei durch das Mittel der animierten Bewegung. Im von Hubert Sielecki geleiteten Studio bot sich – im Gegensatz zum klassischen Trickfilm – ein neuer Zugang zu filmischen Methoden zwischen Kunst und Animation. Die Künstler*innen entwickelten in ihrem Filmschaffen jeweils einen eigenen Stil mit eigenen Themen und prägten dadurch über viele Jahre wesentlich die österreichische Animationsfilmlandschaft.

Durch die Gründung weiterer Ausbildungsstätten in Wien und in den Bundesländern, aber auch durch die Filmarbeit von Autodidakten, die seit 1980 ebenfalls innovative Animationskunst hervorbrachten, und schließlich durch die leichter zugänglichen digitalen Herstellungstechniken, hat sich im Zeitraum der letzten vier Jahrzehnte eine große, auch international vielbeachtete Szene von freischaffenden Künstler*innen herausgebildet. Ihre Kunstwerke, die eine beeindruckende Bandbreite von analogen und digitalen Techniken bis hin zur Beschäftigung mit KI abdecken, sind  in Kinos und auf Festivals und  in erweiterter Form in Kunsträumen, Galerien und Museen national und international seither stetig präsent.

Künstler*innen
Nicole Aebersold, Martin Anibas, Ani Antonova, Mirjam Baker, Reinhold Bidner, Moucle Blackout, Leonie Bramberger, Eni Brandner, James Clay, Tone Fink, Ingrid Gaier, Alexander Gratzer, Sabine Groschup, Jürgen Hagler/ANIMA PLUS, Beatrix & Dietmar Hollenstein, Nikolaus Jantsch, Line Finderup Jensen, Parastu, Adnan Popović, Juri Schaden, Vinzenz Schwab, Susi Jirkuff, David Kellner, Silvia Knödlstorfer, Renate Kordon, Evelyn Kreinecker, Tanja Kristan, Caro Laa, Holger Lang, Nicolas Mahler, Mara Mattuschka, Jens Meinrenken, Bady Minck, Peter Muzak, Muzak & Riha, Georg Oberlechner, Pepi Öttl, Madi Piller, Franziska Proksa, Peter Putz, Philipp Ramspeck, Thomas Renoldner, Mariela Schöffmann, Birgit Scholin, Veronika Schubert, Roland Schütz, Hubert Sielecki, Ernst Spiessberger, Edith Stauber, Thomas Steiner, Stefan Stratil, Daniel Šuljić, Benjamin Swiczinsky, Nana Swiczinsky, Ulrike Swoboda-Ostermann, Gerlinde Thuma, Martina Tritthart, Norbert Trummer, Iby-Jolande Varga, Anna Vasof, Barbara Wilding, Anne Zwiener

Projektleitung für ASIFA Austria: Sabine Groschup

GRUNDSÄTZE

Spuren einer Vordenkerin –
Johanna Dohnal in Augmented Reality 
Oder: Aus taktischen Gründen leise zu treten,
hat sich noch immer als Fehler erwiesen

Eine feministische Augmented Reality-Intervention im öffentlichen Raum anlässlich 25 Jahre Animationsfilmfestival Tricky Women Tricky Realities

Einladungskarte
Link zum Projekt / Tricky Women

Beteiligte Künstlerinnen: Eni Brandner, Kris Hofmann, Susi Jirkuff, Nayeun Park, Veronika Schubert und Anna Vasof

Für den Projektbeitrag GRUNDSÄTZE dient Veronika Schuberts Zeitungsüberschriften-Archiv als Basis. Die Sätze kreisen um die Themenbereiche Feminismus, Rollenbilder und gesellschaftliche Position von Frauen. Zeitungsüberschriften, die aus der Ich-Perspektive formuliert sind, werden als digitale Denkmäler genützt. 
Die Installation lädt zur Reflexion über Gleichberechtigung ein und verdeutlicht, wie Medien Wahrnehmung prägen.


3D Support: Oktogon / Sebastian Konzett
Ein Projekt von Tricky Women Tricky Realities (Culture2Culture) in Kooperation mit Systemkunst KG / Artificial Museum, der Bezirksvorstehung Mariahilf, dem Johanna Dohnal Archiv, der AHS Rahlgasse und dem Top-Kino.

Ermöglicht von KÖR | Kunst im öffentlichen Raum Wien und mit Unterstützung des Zukunftsfonds der Republik Österreich.

SATZBAU

Ende 2025 wurde ein neuer Gebäudekomplex an der FH Vorarlberg in Dornbirn eröffnet. Den Kunst-und-Bau-Wettbewerb des Landes Vorarlberg gewannen die drei Projekte von Mathias Garnitschnig, Bernhard Garnicnig und Veronika Schubert. 

Projekt Satzbau: Grundlage ist ein über viele Jahre hinweg sorgfältig aufgebautes Archiv aus mittlerweile mehr als 6000 Zeitungsüberschriften.
26 Zeitungsüberschriften wurden in der exakten Typografie des jeweiligen Ursprungsmediums über das gesamte Campusgelände verteilt auf unterschiedliche Weise in die Architektur integriert: in eine Stahlwand eingelassen oder in Betonstufen gegossen, gemalt und geklebt – subtil oder großflächig.

Passend zum Bildungskontext kreist die Arbeit um die Themen Lernen, Neugier und Reflexion. Sie lädt dazu ein, eingefahrene Denkmuster zu hinterfragen, kritisch zu sein und neue Perspektiven einzunehmen.

Es entstanden zudem eine Postkartenserie (26 Motive, gebündelt), sowie Plakate (59,4 x 84,1 cm). Bitte um kurze Rückmeldung bei Interesse.

BESONDERER DANK AN
Kulturabteilung Land Vorarlberg – Susanne Fink
Fachhochschule Vorarlberg – Heidrun Schöch und Andreas Naujokat
Cukrowicz Nachbaur Architekten – Philipp Schertler und Roland Gmeinder
Assistenz: Tina Rhomberg und Pascale Osterwalder

Öffentlich zugänglich zu den Öffnungszeiten der FH seit 8.11.2025

Kunstankäufe des Landes Vorarlberg (2022-2024)

199 Seiten, 20 × 29,7 cm
Bucher Verlag
15,00 Euro
ISBN 978-3-99018-736-4

Die Publikation präsentiert die Neuzugänge der Sammlung zeitgenössischer Kunst des Landes Vorarlberg aus den Jahren 2022 bis 2024. In Zusammenarbeit mit der Kulturabteilung des Landes, dem vorarlberg museum und der Galerie allerArt Bludenz versammelt der Band jene Werke, die von den Ankäuferinnen Andrea Fink und Isabella Marte ausgewählt wurden.

Insgesamt wurden Arbeiten von 55 Künstlerinnen für die Landessammlung erworben. Mit dem Abschluss ihrer Funktionsperiode erscheint nun ein umfangreiches Werk, das nicht nur die Werke dokumentiert, sondern auch vertiefende Einblicke in die Hintergründe der künstlerischen Positionen gibt.

Erhältlich unter info@vorarlbergmuseum.at, im Museumsshop, über den Verlag und in ausgewählten Buchhandlungen